Der virtuelle Spendenlauf

Der virtuelle Spendenlauf

Oktober 14, 2020 Blog 0

Die Idee

Der 8. Hand in Hand Spendenlauf, ist nun genau genommen auch schon wieder seit mehreren Wochen Geschichte. Für uns, also Micha und Basti von 2ForFire, war es die erste Aktion welche wir von 2ForFire wirklich gestartet hatten.

Letztlich hatte Basti damals die Schnapsidee an dem virtuellen Spendenlauf teilzunehmen und in Feuerwehreinsatzkleidung mit einem Atemschutzgerät auf dem Rücken durch Stuttgart zu laufen um auf die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizes in Stuttgart aufmerksam zu machen. Dabei war das Ziel nicht – nur an dem Spendenlauf teilzunehmen, sondern auf die Arbeit generell aufmerksam zumachen und zugleich auch noch wertvolle Spenden zu sammeln.

Genau dies haben wir dann zusammen auch getan. Nachdem die Schnapsidee dann geboren war, ging es um unsere Wegführung. Hier wurde der Entschluss gefasst, von einem Wohnort zum anderen zu laufen. Das hieß in unserem Fall von Kornwestheim nach Ditzingen zu Laufen, wobei der direkte Weg definitiv nicht die Aufmerksamkeit bringen würde wie wir es vor hatten.

Also haben wir uns kurzerhand entschlossen, unsere Route über Stuttgart und somit über das Kinder- und Jugendhospiz selber zu führen. Passender hätte es gar nicht sein können, denn das Kinder- und Jugendhospiz in Stuttgart am Eugensplatz war somit fast genau die Mitte beider Wohnorte.

Der Spendenlauf beginnt

Am Samstag dem 25.07.2020 war es dann soweit und wir starteten morgens in Kornwestheim an der Feuerwehr. Unser Weg führte über die Felder in Richtung Stuttgart. Aufgrund des warmen Wetters hatten wir für die Verpflegung von uns selbst natürlich einen kleinen Bollerwagen dabei. In diesem befanden sich ein paar Fitness- und Energieriegel sowie ausreichend Trinken. Auch konnten wir hier ein paar Flyer und Lanyards des Vereines „Hand in Hand Stuttgart“ transportieren, welche wir unterwegs an die Frau und an den Mann bringen wollten.

Begleitet wurden wir von ein paar Freunden und Familienmitgliedern, sowie zu Beginn von einem Fotografen der Kornwestheimer Zeitung. 

So dauerte es auch nicht lange als wir auf den Feldern bereits zwei Damen über den Weg liefen und bereits hier ins Gespräch kamen.  Wurden wir zunächst doch glatt für einen Junggesellenabschied gehalten, was wir aber relativ schnell aufklären konnten. Danach kamen dann auch die ersten Euros relativ schnell in den Spendenhelm.

Als wir dann die belebteren Bereiche in Stuttgart erreicht hatten, kamen natürlich auch immer mehr Gespräche zustande und auch unser Spendenhelm füllte sich immer mehr was uns natürlich sehr freute. 

Getreu unserem Motto „Schrittweise – Gutes Tun“ haben sich viele Leute daher für diese Aktion begeistern können. 

Zwischenziel Kinder- und Jugendhospiz

Ursprünglich planten wir in etwa 3h Fußmarsch ein, allerdings wurden aus den 3h Fußmarsch zum Kinder- und Jugendhospiz nachher ganze 5h Fußmarsch. 

Immer wieder blieben wir nämlich stehen und kamen mit Leuten ins Gespräch.

Als wir dann mit entsprechender Verspätung am Kinder- und Jugendhospiz angekommen waren, wurden wir dort bereits sehnlichst erwartet. Der Vorstand des Vereins „Hand in Hand Stuttgart“ , der Leiter des Hospizes sowie weiteres Personal des Kinder- und Jugendhospizes freuten sich, dass wir bei den warmen Temperaturen endlich angekommen waren. Vor Ort bekamen wir zunächst Trinken und eine kleine Stärkung serviert, ehe wir in einem Live Interview über unsere Aktion berichten konnten.

Nach einem etwas längeren Aufenthalt am Kinder- und Jugendhospiz sind wir weiter aufgebrochen für unsere letzte Etappe in Richtung Ditzingen. So führte uns der Weg den Eugensplatz hinunter zum Schlossplatz wo wir dann die Königstreue querten. Im Bereich Schlossplatz konnten wir noch einen Junggesellinnenabschied zu einer Spende bewegen ehe wir in den Bereich Universität kamen.

In der Parkanlage der Universität sind wir dann auf mehrere Gruppen von Studenten gestoßen und konnten auch hier einige interessante Gespräche führen. Im Anschluss waren dann für unser Erstaunen sehr viele Studenten bereit auch eine kleine Spende in unseren Spendenhelm zu werfen.  Auch die Anerkennung für die Aktion, dass wir in voller Montur unterwegs sind hat viele begeistert. 

Der letzte Abschnitt

Nach den doch etwas stärker frequentierten Bereichen kamen wir in Stuttgart West dann in die ruhigeren Wohnviertel und es galt noch ein wenig Steigung hinter uns zu bringen ehe wir den Kräherwald erreichten. Bevor wir dann im Wald erst einmal verschwunden waren und etwas Strecke machen konnten, sind wir noch die ein oder anderen male im Wohngebiet selbst zu tollen Gesprächen und Spenden gekommen.

Als wir dann den Wald im Bereich Stuttgart Wolfsbusch / Weilimdorf verlassen hatten, kamen wir wieder in bebautes Gebiet und haben hier nochmals tolle Erfahrungen auf der letzten Etappe gemacht. So kam es, dass wir einem Großvater mit seinem Enkelkind begegnet sind welcher uns vor Ort schon seinen Respekt für diese Aktion zollte und gerne etwas gespendet hätte, aber eben zum aktuellen Zeitpunkt kein Bargeld mitführte.

Da es aber auch per Überweisung möglich ist das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart zu unterstützen haben wir unsere kleinen quadratischen Karten verteilt und weitergegeben, welche auf unsere Website aufmerksam macht. Auf unserer Website ist dann beschrieben wie man dann spenden kann und genau dies hatte dann der nette Großvater auch getan. Er spendete per Überweisung und dem Verwendungszweck „2ForFire“. Dazu schrieb er uns über das Kontaktformular eine Nachricht wo uns dann am nächsten Morgen erreicht hatte und das war natürlich für uns auch überwältigend und hat uns sehr gefreut. 

Nach diesem kleinen Stopp ging es dann nur wenige Meter weiter als uns per Zuruf ein Radfahrer noch stoppte und ohne große Worte direkt einen schönen Schein in den Spendenhelm steckte was uns kurz die Sprache stocken lies. Auch dies war eine tolle Erfahrung und Geste wofür wir sehr Dankbar sind.

Der letzte Höhepunkt auf dem letzten Abschnitt unseres Spendenlaufes war dann noch als wir an der Kinder- und Jugendfarm in Weilimdorf vorbei liefen. Dort fand zu diesem Zeitpunkt eine kleinere private Veranstaltung statt bei der die Kinder auf dem Gelände tobten und die Eltern bei einem Drink zusammen saßen.

Die Atemschutzhülle in Minion Form von Micha hatte neben unserer Feuerwehrbekleidung die Kinder aufmerksam werden lassen, so dass ein Teil zu uns auf die Straße gerannt kam und fragte was wir machen. 

Also entschlossen wir uns noch einen kurzen Stopp auf der Kinder- und Jugendfarm einzulegen und von unserer Aktion zu berichten, natürlich mit dem Ziel auch hier noch ein paar Spenden einsammeln zu können. Ein besonderer Moment war es natürlich als wir in voller Montur da standen, umgeben von den Eltern und gefühlt 20 Kindern welche vor einem standen und einen mit großen Augen anschauten. Alle waren total Still und lauschten meinen Worten als ich erzählte was denn ein Kinder- und Jugendhospiz überhaupt sei und das es den Kindern dort nicht so gut geht wie denen die vor uns standen.

Die Belohnung für uns waren noch weitere Spenden in unserem Spendenhelm und für die Kinder war die Belohnung noch ein Schlüssel – Lanyard vom Verein „Hand in Hand Stuttgart“.

Ankunft in Ditzingen

Als wir dann gegen 19:30 Uhr und 37km in Ditzingen am dortigen Feuerwehrhaus angekommen sind war die Erleichterung natürlich spürbar. Wir waren gut 10 Stunden seit Morgens in kompletter Feuerwehrbekleidung mit einem Atemschutzgerät auf dem Rücken unterwegs bei doch recht warmen Temperaturen um die 25 Grad an diesem Tag.  Letztlich waren wir aber mächtig Stolz auf uns selber dies so durchgezogen und umgesetzt zu haben.  Außer ein paar kleineren Mini-Blasen oder leicht verspannten Schultern durch das Atemschutzgerät haben wir das ganze aufgrund unseres guten Trainingszustandes aber gut weggesteckt was uns selber auch wieder positiv gestimmt hatte bzgl. unserer Fitness.

Gespannt waren wir auch zu diesem Zeitpunkt was der Tag letztlich an Spenden eingebracht haben mag, das Ergebnis würden wir am Tag drauf erfahren als wir die Summe aus dem Spendenhelm auszählten.

Gesammelte Spenden

Der Sonntag nach dem Spendenlauf stand daher im Zeichen der Nachbereitung und so wurde der Spendenhelm letztlich geöffnet und das Geld darin ausgezählt. Neben vielen Münzen (Auch Kleinvieh macht Mist) waren es aber erstaunlicherweise vor allem große Münzen und auch sehr viele Scheine. Am Ende stand auf dem Zettel des 2,05 kg schweren Spendenhelms (Leer wiegt der Helm nur 1,04 kg) eine Summe von 690 € welche wir an dem Tag zuvor gesammelt hatten. Wir selber hatten uns dann noch dazu entschlossen die Summe auf eine schöne Runde Summe aufzurunden und so rundeten wir den Betrag auf insgesamt 800 € auf.

Die Spenden welche der Verein „Hand in Hand Stuttgart“ zu diesem Zeitpunkt noch per Überweisung mit unserem Verwendungszweck „2ForFire“ bekommen hatte, sind hier noch nicht berücksichtigt von uns.

Spendenübergabe

Drei Tage nach dem Hand in Hand Spendenlaufes konnte der Verein „Hand in Hand Stuttgart“ dem Kinder- und Jugendhospiz bereits den Gesamtscheck mit einer Gesamtsumme von 47.053,84 € an Spenden übergeben. Hierin sind die 800 € gesammelten Spenden von uns bereits berücksichtigt, ebenfalls die mit unserem Verwendungszweck eingegangen Spenden aus den Überweisungen.

Wir selber konnten als #2ForFire dann ein Tag später unsere gesammelte Summe im Spendenhelm an den Vorstand des Vereins „Hand in Hand Stuttgart“ – Fabian Schulz übergeben.  Da dies nach wie vor nicht unsere letzte Aktion war, sondern gerade erst der Beginn freuen wir uns schon gemeinsam auf weitere Aktionen zusammen mit dem Verein „Hand in Hand Stuttgart“.

Über unsere Aktion berichtete die Kornwestheimer Zeitung sowie der Regionale Teil des Strohgäus dann die darauf folgenden Tage. 

Wir selber möchten uns mit diesem Blog-Beitrag auch nochmals bei allen Spendern bedanken und freuen uns das es trotz der schwierigen aktuellen Zeit mit der Corona Pandemie soviel hilfsbereite Menschen gibt.

Eure zwei von #2ForFire

Basti und Micha

 

 

Die beiden „Spendenläufer“ kurz vor dem Abmarsch in Kornwestheim in voller Montur und mit „Spendenhelm“: links Basti Weidmann von der Kornwestheimer Feuerwehr und rechts Micha Haag von der Feuerwehr in Ditzingen. Gut gelaunt auf den ersten Metern nach dem Ostgebiet in Richtung Stuttgart-Mühlhausen: Die beiden“ Spendenläufer“ Basti Weidmann (links) von der Kornwestheimer Feuerwehr und Micha Haag von der Feuerwehr Ditzingen (rechts). Die beiden Spendenläufer bei Gesprächen über das Kinder- und Jugendhospiz in Stuttgart und deren Arbeit im Bereich Bad Cannstatt. Die beiden Spendenläufer bei Gesprächen über das Kinder- und Jugendhospiz in Stuttgart und deren Arbeit im Bereich Rosensteinpark.
Die beiden Spendenläufer sind am Zwischenziel dem Kinder- und Jugendhospiz angekommen. Interview mit dem Chef des Hospizes Stuttgart und dem Vorstand des Vereins „Hand in Hand Stuttgart“

Die beiden Spendenläufer beim Verlassen der Stadt in Richtung Kräherwald.

Letzter Etappe im Bereich Weilimdorf auf dem Weg zum Endpunkt nach Ditzingen.

Berichterstattung der Kornwestheimer Zeitung

Berichterstattung der Kornwestheimer Zeitung

Dankes Flyer aus den Sozialen Medien

Übergabe der gesammelten Spendengelder

Bilder 2ForFire und mit freundlicher Genehmigung von Horst Dömötör

 

 

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